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20.07.2014

Musikrausch: Hannoversche Band Leaves &Trees gewinnt Landesfinale

Wettbewerb um besten Song gegen Alkoholmissbrauch entschieden
Hannover. Die hannoversche Band Leaves & Trees hat den niedersachsenweiten Wettbewerb Musikrausch 2014 fr sich entschieden. Im Landesfinale setzte sich die fnfkpfige Gruppe mit moderner Singer-Songwriter-Musik am Samstagabend (19.7.2014) im MusikZentrum Hannover gegen die Alternative-Rock-Band Better Than aus Gttingen (2. Platz) und den Deutsch-Rapper EISKALT aus Osnabrck (3.Platz) durch. Die Sieger drfen sich ber ein Preisgeld von 1.000 Euro freuen, die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 700 Euro und 500 Euro fr die Bandkasse.

Der Musikrausch ist ein wichtiges Projekt, bei dem ganz nebenbei auch noch gute Musik entsteht! sagte die niederschsische Sozialministerin Cornelia Rundt. Allen, die mitwirken, sage ich herzlichen Dank, den Musikern wnsche ich viel Erfolg, so die Schirmherrin des Wettbewerbs.

Trotz unterschiedlicher Stilrichtungen teilen die Final-Teilnehmer ein Anliegen: Sie setzen mit eindringlichen Texten und selbst komponierter Musik ein Signal gegen das Rauschtrinken. Alle Beitrge waren sehr gut, betonte Jury-Mitglied Ricarda Henze von der Niederschsischen Landesstelle fr Suchtfragen bei der Siegerehrung. Die Entscheidung war wirklich knapp.

Leaves & Trees hatten sich zuvor im hannoverschen Lokalwettbewerb gegen 15 Bands durchgesetzt. Ihr Wettbewerbssong Who is that man handelt von einem jungen Mann, der Alkoholkonsum als ein Problem der anderen sieht ohne zu merken, dass er selber in groen Schwierigkeiten steckt. Frontmann Fabian Baumert von Leaves & Trees erlutert: Bei sich oder engen Freunden wird manches als normal angesehen, was bei fremden Personen vielleicht schon als Sucht wahrgenommen wird. Darauf wollen wir mit unserem Song aufmerksam machen.

Der Wettbewerb Musikrausch ist eine Initiative niederschsischer Suchtberatungsstellen. Seit 2006 werden jedes Jahr Bands, Musiker oder auch Schulklassen eingeladen, Songs zu schreiben, die sich mit Rauschtrinken auseinandersetzen. In diesem Jahr haben sich 30 Bands aus Gttingen, der Region Hannover und Osnabrck beworben, jeweils fnf haben ihren Wettbewerbssong auf die Bhne gebracht.

Ermahnungen von Erwachsenen werden oft als spieig und uncool abgetan. Nachdenklich stimmen da schon eher Denkanste von Gleichaltrigen, umso mehr, wenn sie kreativ verpackt daherkommen, so Sozialministerin Cornelia Rundt. Die knstlerische Arbeit habe dabei einen doppelten Effekt: Die jungen Musikerinnen und Musiker sind whrend des Kompositionsprozesses gefordert, den eigenen Umgang mit Alkohol zu hinterfragen. Der fertige Song dient dann dazu, die Zuhrerinnen und Zuhrer fr einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema zu sensibilisieren.

Aufklrung, die bei jungen Menschen ankommt, ist immer gut“, sagte Sozial- und Jugenddezernent Erwin Jordan von der Region Hannover. Die Aktion ‚Musikrausch‘ finde ich daher ausgesprochen gelungen.

Musikrausch zeigt, dass die Zeiten von Jugendmusik in Verbindung mit Alkohol und Drogen lngst vorbei sind. bungsrume in Jugendzentren oder anderswo sind keine Orte von Alkoholexzessen, sagte Volker Rohde, Stadtjugendpfleger der Landeshauptstadt Hannover. Wir bemhen uns durchaus erfolgreich, diese Entwicklung mehr und mehr auch auf die Wochenende-Partyszene zu bertragen siehe Raschplatz. Bei Allem geht es uns aber nicht um absolute Abstinenz, sondern um einen verantwortungsvollen Umgang. Auch hierfr steht die Idee von Musikrausch.“

Die drei Songs des Finales sind auf einer CD zu hren, die vom Osnabrcker Studio DogMaKlang produziert wird. Die BARMER GEK hat das Niedersachsenfinale, die CD-Produktion und die Preise im Rahmen ihres Gesundheitspreises finanziert. Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2012 insgesamt fast 26.700 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Darum engagieren wir uns in der Alkoholprvention, sagt Heike Sander, Leiterin des Landesgeschftsstelle Niedersachsen/Bremen der BARMER GEK. Weiterer Untersttzer des Wettbewerbs ist radio leinehertz 106,5.

Der Musikrausch 2014 wird getragen von der Fachstelle fr Sucht und Suchtprvention des Diakonieverbandes Gttingen, der Region und Stadt Hannover, dem Caritasverband fr die Stadt und den Landkreis Osnabrck und der Niederschsischen Landesstelle fr Suchtfragen. Der Wettbewerb stammt aus Osnabrck und wurde dort erstmals 2009 ausgelobt. Region und Landeshauptstadt Hannover sowie die Stadt Gttingen beteiligen sich zum zweiten Mal an der Aktion.

(Pressemitteilung Region Hannover, 20.07.2014)

   

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