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11.06.2010

Der Kultursommer 2010: Volles Programm im Juli und August

Das musikalische Hoch in der Region Hannover erlebt seine 13. Auflage
Region Hannover – Kubanische Klassik in der Kirche, Blue Notes im Bürgersaal, Neue Musik im Steinbruch, Jazz im Schafsstall, Nachtklänge in Hannovers City, RotFront in Isernhagen – auch die dreizehnte Auflage des „Kultursommers“ der Region Hannover ist für Überraschungen gut. Insgesamt 33 besondere Musikereignisse stehen im Juli und August auf dem Programm, und nicht wenige finden unter freiem Himmel statt.
Von kleinen, intimen Konzerten bis zu Auftritten internationaler Größen reicht die Bandbreite des sommerlichen Musikfestivals. Niedernstöcken im Norden der Region wird dabei ebenso zu einem Veranstaltungsort wie Devese, Eldagsen oder Wilkenburg. 29 lokale Kulturinitiativen und -vereine “- unterstützt von der Stiftung Kulturregion Hannover – engagieren sich für den „Kultursommer“. In Kirchen, Kulturscheunen, Kornbrennereien, Gärten, Parks und Schlössern wird Musik gespielt, die nicht immer Rücksicht auf Genre-Grenzen nimmt.

Classica Cubana

So., 4.7.2010

Klassik

17.00 Uhr, St. Martinskirche, Bennigsen, Am Gut

Eintritt: 20,00 €, ermäßigt 10,00 €

Bei gutem Wetter ist in der Pause eine Bewirtung auf dem Kirchhof vorgesehen.

Das Ensemble mit Anette Maiburg (Flöte), Joaquín Clerch (Gitarre), Pancho Amat (Trés), William Borrego (Percussion) und Omar Rodriguez Calvo (Bass) präsentiert u.a. Stücke aus seiner 2009 mit dem ECHO-Klassik-Preis (Kategorie „Klassik ohne Grenzen“) ausgezeichneten CD-Einspielung. Das Programm ist eine Liebeserklärung an Kuba, eine Hommage an die „Trés“ als „das“ kubanische Nationalinstrument. Die „Trés“ ähnelt einer kleinen Gitarre und ist bespannt mit drei Saitenpaaren, die mit einem Plektron angeschlagen werden. Sie ist ein fester Bestandteil der kubanischen Volksmusik. Der „Son Cubano“, ein traditioneller Musikstil, spielt dabei eine zentrale Rolle, ebenso wie Rumba, Cha-Cha-Cha und Mambo.

Pancho Amat ist der berühmteste kubanische Trés-Spieler. Zusammen mit der Flötistin Anette Maiburg haben Pancho Amat und der Gitarrist Joaquín Clerch mit Freunden ein Programm entwickelt, das höchst eindrucksvoll die Rhythmen und Stimmungen Kubas nach Europa trägt. Die Flöte bildet dabei mit ihrem weichen, einfühlsamen und ungemein geschmeidigen Klang den klassischen europäischen Gegenpart zum perkussiven Spiel von Bass und Bongos.

Julia-Hülsmann-Trio

Do., 8.7.2010

Jazzkonzert

20.00 Uhr, Schloss Landestrost, Schlossstr.1, Neustadt, Großer Saal

Eintritt 18,00 €, ermäßigt: 12,00 €

„Julia Hülsmann ist die Lyrikerin des deutschen Jazz“. (DIE ZEIT)

Sie gründete das Julia-Hülsmann-Trio im Jahre 1997 und ist heute mit ihrer Formation zu einer der populärsten Gruppen in der deutschen Jazz-Szene aufgestiegen. Ihre reduzierte, lyrische Musiksprache und die Zusammenarbeit mit Rebekka Bakken und Roger Cicero haben sie über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht. „Endlich wieder eine deutsche Künstlerin, die auch international für Furore sorgt“, schreibt Sven Thielmann in der Zeitschrift „Stereoplay“, nachdem er das neue Album „The End of a Summer“, bei ECM produziert, gehört hatte. Beinahe lapidar fasst Julia Hülsmann auf dem Album die heitere Trauer des Spätsommers in Töne und bereitet so den Boden für ein traumwandlerisches Interplay mit dem Bassisten Marc Muellbauer und mit Schlagzeuger Heinrich Köbberling. Ein akustischer Leckerbissen für die Freunde des atmosphärischen Jazz.

Helen Donath und der Mädchenchor Hannover

Fr., 9.7.2010

Eröffnungskonzert „Klassik in der Altstadt 2010“ – ein Geburtstagsständchen zum zehnjährigen Jubliäum

20.00 Uhr, Marktkirche Hannover, Hanns-Lilje-Platz 2, 30159 Hannover

Eintritt: 20,00 /15,00 €, ermäßigt: 15,00/10,00 €

Jubiläums-Opening mit internationalen Stars – das Festival „Klassik in der Altstadt” feiert zehnjähriges Jubiläum! Klassische Klänge unter freiem Himmel und niveauvoller Musikgenuss in entspannter Atmosphäre – das Festival „Klassik in der Altstadt“ ist etwas ganz Besonderes. Es präsentiert bekannte Künstler und macht die Bühne frei für junge Talente. Den Auftakt von „Klassik in der Altstadt 2010“ bildet das Jubiläumskonzert am 9. Juli 2010. Es steht unter dem Motto: „Ein Geburtstagsständchen für ‚Klassik in der Altstadt’ und wird von der international gefeierten Kammersängerin Helen Donath und ihrem Mann Klaus Donath am Klavier, dem Ensemble des Mädchenchors Hannover (angefragt) und vielen bekannten Künstlerinnen und Künstlern aus den letzten Jahren mit einem großen Bouquet aus den schönsten Liedern und Arien präsentiert. An den folgenden drei Samstagnachmittagen, am 10., 17. und 24. Juli, wird Hannovers Altstadt zur Flaniermeile für Musikliebhaber, die sich auf hervorragende klassische Darbietungen unterschiedlicher Interpreten freuen können. Der Marktplatz, das Historische Museum und die Kreuzkirche sind die zentralen Musikbühnen des Festivals, bei Regenwetter eventuell auch das Alte Rathaus.

Stefan Kießling und Judith Bergmann

So., 11.7.2010

“Lieder und Orgelwerke der Romantik”

Solistin: Judith Bergmann (Mezzosopran)

Stefan Kießling, Orgel, (Konzertorganist)

17.00 Uhr, St . Gorgoniuskirche, Niedernstöcken

Eintritt: 12,00 €, ermäßigt: 8,00 €

Kinder und Jugendliche frei

Zwei hochbegabte junge Künstler, Stefan Kießling, Konzertorganist aus Leipzig, und die Mezzosopranistin Judith Bergmann, Konzertsängerin aus Würzburg, stellen sich mit einem romantischen Programm vor. Neben Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Sigfrid Karg-Elert, Robert Schumann und Maurice Duruflé, die auf der im Original erhaltenen romantischen Furtwängler&Hammer-Orgel erklingen, werden Lieder von Anton Dvorak, Max Reger und eine Messe für Gesang und Orgel von Jean Langlais zu hören sein. Stefan Kießling begann sein Orgelstudium bei Johannes Bleicher an der Musikhochschule Leipzig und schloss es 2008 bei Prof. Stefan Engels mit dem Konzertexamen ab. Er hat sich mit Rundfunkaufnahmen und Konzerttätigkeiten als Solist und Begleiter u.a. an den Domen zu Braunschweig, Verden und Schwerin sowie an der Peterskirche Görlitz, St. Nikolai und St. Thomas in Leipzig einen Namen gemacht. Er ist Hauptorganist an der Klosterkirche in Cottbus.

Judith Bergmann, Stipendiatin der Richard-Wagner-Stifung, wurde von Frau Prof. Charlotte Lehmann an der Hochschule für Musik in Würzburg ausgebildet. 2006 beschloss sie ihre Gesangsausbildung mit dem Konzertexamen und erhielt einen Lehrauftrag für Gesang an der Universität Würzburg. Ihre rege Konzerttätigkeit führte sie 2008 auch nach Frankreich. 2009 erhielt sie beim Internationalen Liedwettbewerb in Gorizia (Italien) einen Sonderpreis für die beste Liedinterpretation. Judith Bergmanns Mezzosopran beeindruckt durch seine Tragweite, Modulationsfähigkeit und Intensität.

Duo Bozza

Fr., 16.7.2010

Klassik/Lesung

19.30 Uhr, Barockkirche Ilten, Sehnder Straße 2,Ilten

Eintritt: 15,00 €

Reisebilder aus Italien: Der Kulturverein Sehnde lädt wieder ein in die Barockkirche Ilten, diesmal zu einer musikalisch-literarischen Soiree mit dem Duo Bozza und dem Schauspieler Josef Tratnik, der aus Heinrich Heines “Reisebildem” von 1830/31 lesen wird. Dies verspricht für die Daheimgebliebenen ein unterhaltsamer Abend zu werden, denn mit seiner typischen Mischung aus romantischer Ironie und realistischer Satire beleuchtet Heine Land und Leute. Der musikalische Teil der Veranstaltung wird durch das Duo Bozza bestritten, das eine reizvolle Mischung aus Originalkompositionen für Flöte und Gitarre und neu arrangierten Werken von Rossini, Donizetti und Mercadante zusammengestellt hat. Seit ihrem Debut begeistern Andreas Evers (Flöte) und Stephan Schäfer (Gitarre) durch hohes technisches und musikalisches Niveau. Die Fachkritik bescheinigt eine “unerhört dynamische, aber ebenso facettenreiche Spielkultur im Dienste des Werkes”, ein “Höchstmaß interpretatorischer Gestaltungskraft” und “perfekte musikalische Dialogfähigkeit”.

5 vor der Ehe

Fr., 16.7.2010

“Das! Jetzt!”

A-cappella/Vocal-Pop

20.00 Uhr, Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, Neustadt

Eintritt: 14,00 €, ermäßigt: 11,00 €

Deutschlands älteste Musikzeitschrift „Melodie & Rhythmus“ zählt sie zu den wichtigsten A-cappella-Popgruppen Deutschlands. Mit ihren eigenen deutschen Songs haben „5 vor der Ehe“ nicht nur den Ohrwurm neu erfunden, sondern starten auch immer wieder zum Überraschungsangriff auf die Lachmuskeln.

Die fünf attraktiven Jungs aus Hannover rocken den Saal dabei ganz ohne Playbacks und Instrumente, allein mit fünf Mikrofonen. Nur mit ihren Stimmen schaffen sie den Sound und die Klangfülle einer kompletten Band. So viel Live-Erlebnis bekommt das Publikum heute selten geboten.

2006 holten sie Silber beim internationalen A-cappella-Festival „vokal.-total“ in Graz, waren bei der internationalen A-cappella-Woche in ihrer Heimatstadt Hannover dabei und arbeiteten in einem Workshop mit dem A-cappella-Schwergewicht „The Real Group“ aus Schweden.

Konzerte führten sie bereits nach Hamburg, München, Dresden und Köln.

„5 vor der Ehe“ freuen sich besonders darüber, dass es ihnen immer wieder gelingt, Konzertbesucher innerhalb der großen Spanne von 11 bis 66 Jahren zu begeistern, nicht zuletzt dank ihrer authentischen, lebendigen Bühnenperformance.

Sixteen Daily Experiences – Nachtklänge

Fr., 16.07.2010

Klangkunst im öffentlichen Raum

22.16 Uhr (Monduntergang) – 23.36 Uhr, Platz der Weltausstellung, Hannover

Eintritt frei

Auf dem Platz der Weltausstellung in Hannovers Innenstadt befinden sich sechzehn Stelen, die mit Lautsprechern ausgestattet sind. Im Rahmen des Projekts „Sixteen Daily Experiences“ werden hier 10 Jahre nach der EXPO noch bis zum 16. Oktober 16 Werke internationaler Künstler erklingen, die die Wahrnehmung von Musik im öffentlichen Raum berücksichtigen und auf die vorhandene Akustik am Ort reagieren. Sechzehn Mal am Tag, täglich ab 7.16 Uhr, wird hier ein ungewöhnlich reizvolles Klangfeld entstehen, das von einer Rechnerzentrale gesteuert ist.

Die räumliche Interpretation von Klängen und ihre Platzierung im Alltag überraschen und werfen nicht nur musikästhetische Fragen auf, sondern thematisieren auch die Rolle von Musik als sozialem Medium.

Am Freitag, dem 16.7., werden pünktlich zum Untergang des Mondes „Nachtklänge“ erzeugt. Open-Air-Konzert? Happening? Get-together at night? Klassische Werke räumlich konzipierter Musik von Stockhausen, Nono, Schneller sowie den Komponisten der „Sixteen Daily Experiences“ werden auf der einmaligen Anlage zu hören sein. Hans-Werner Dannowski, Stadtsuperintendent i. R. und Mentor des Projekts „City 2020“, wird ein Gaststatement zu den „Experiences“ abgeben.

Zu hören sein werden Werke von: Jean-Claude Risset (Marseille), Philip Samartzis (Melbourne), Kiawash Sahebnassangh (Teheran), Jin-Ah Ahn (Seoul), Nadir Vassena (Lugano), Brigitta Muntendorf (Köln), Tiziano Manca (Italien, Berlin), Annesley Black (Kanada, Frankfurt), Oliver Schneller (Berlin), Gijsbrecht Royé (Amsterdam) u. a.

Künstlerische Leitung: Stephan Meier, Johannes Schöllhorn, Joachim Heintz

Andrej Bielow (Violine)

Ilya Rashkovskiy (Klavier)

Sa., 17.7.2010

Große Violinsonaten von der Klassik zur Moderne

20.00 Uhr, Ratssaal im Burgdorfer Schloss, Spittaplatz 5, Burgdorf

Eintritt: Vorverkauf: 15,00 €, Abendkasse: 18,00 €, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt

Zehn Jahre ist es her, dass sich für Andrej Bielow mit seinem zweiten Platz beim Joseph-Joachim-Violinwettbewerb die Türen zu internationalen Konzertpodien geöffnet haben. Als Solist hat er seitdem in aller Welt eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht, und als Kammermusiker führt er als Primarius das Szymanowsky-Streichquartett zu immer neuen Erfolgen. Nun kommt Andrej Bielow mit seinem kongenialen Duopartner Ilya Rashkovskiy für einen bemerkenswerten Sonatenabend nach Burgdorf. Als erster Preisträger des Hong Kong Wettbewerbs ist Rashkovskiy ein gefragter Solist und Kammermusiker. Das Programm beginnt mit Beethovens Es-Dur Sonate op.2/3 und führt über Léoš Janáčeks Violinsonate und die „Suite im alten Stil“ von Alfred Schnittke bis zu Maurice Ravels zweiter Violinsonate in G-Dur. Der freche Blues mitten in der Sonate sorgte 1927 für Empörung – heute freuen wir uns nur auf ein höchst fanstasievolles Werk und eine ebenso spannende Interpretation durch zwei großartige Musiker.

Baiba und Lauma Skride

Mo., 19.7.2010

Kammermusik

Baiba Skride, Violine

Lauma Skride, Klavier

20.00 Uhr, „Klassik-Scheune“ im Haasenhof, Wiklohstraße 6, Mandelsloh

Eintritt: 15,00 € bis 35,00 €

Auch in diesem Jahr können wir im außergewöhnlichen Ambiente der „Klassik-Scheune“ ein Konzert der Extraklasse anbieten und freuen uns, Baiba & Lauma Skride als Kammermusikduo präsentieren zu dürfen. Die beiden Musikerinnen stammen aus einer lettischen Musikerfamilie, in der sie sehr früh schon kammermusikalisch aktiv waren und sowohl in Duo- als auch in Triobesetzung (mit Schwester Linda, Bratsche) spielten und konzertierten. Baiba & Lauma Skride traten mit namhaften Orchestern/Dirigenten in internationalen Konzertsälen auf und können, jede für sich sowie gemeinsam, auf eine lange Reihe von Wettbewerbs- und Konzerterfolgen zurückblicken. Baiba Skride arbeitete u. a. mit Sir Neville Marriner, Charles Dutoit, Herbert Blomstedt, Neeme Järvi und Mikhail Pletnev zusammen und spielte mit namhaften Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem London Philharmonic Orchestra zusammen. Lauma Skride konzertierte nach Ihrem Studium bei Volker Banfield u. a. mit Orchestern wie den Hamburger Symphonikern, den Staatsorchestern Wiesbaden und Hannover.

Quadro Nuevo

Do., 22.7.2010

Weltmusik-Konzert

20.00 Uhr, Schloss Landestrost, Schlossstr. 1, Neustadt, Großer Saal

Eintritt: 18,00 €, ermäßigt 12,00 €

Tango, Valse Musette, Arabesken, Flamenco, liebevoll entstaubte Filmmusik und ein fast schon verklungenes Italien – Quadro Nuevo gab seit 1996 über 1500 Konzerte quer durch Europa. Die Auftrittsorte der vier Musiker sind so verschieden wie die Wurzeln ihrer Musik: Die nostalgisch-akustische Besetzung ist nicht nur in Konzertsälen und auf Festivals zu Gast. Die spielsüchtigen Virtuosen reisen auch als Straßenmusikanten durch den mediterranen Süden und fordern als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz. Alle bisherigen CDs von Quadro Nuevo erhielten den Deutschen Jazz Award, kletterten in die Top Ten der Jazz- und Weltmusik-Charts und in die Top 50 der Album-Charts. Nach „Mocca Flor“, einem musikalisch-sinnlichen Ausflug in die Welt der orientalischen Genüsse, folgte zuletzt die CD „Tango Bitter Sweet“, die uns mit Tango, Balkan-Swing und mediterraner Leichtigkeit verführt.

Nach Auftritten auf dem Rheingau-Musikfestival, den Meraner Musikwochen oder dem renommierten Montreal Jazzfestival wird Quadro Nuevo im Schloss Landestrost in der Besetzung Mulo Francel (Saxofone, Klarinetten), Andreas Hinterseher (Akkordeon, Vibrandoneon, Xylophon), D. D. Lowka (Kontrabass, Percussion) mit der Harfinistin Evelyn Huber auftreten und ein „Best of“-Programm darbieten. Eine Praline für Musikliebhaber, die sich gerne in „andere Welten“ verführen lassen.

Andreas Hagemann

Fr., 30.7.2010

„Transskriptionen und Originalwerke aus drei Jahrhunderten“ – Gitarrenkonzert

20.00 Uhr, Stadtkirche St. Bartholomäus, Wunstorf

Eintritt: 8,00 €, ermäßigt 6,00 €

Der Gitarrist Andreas Hagemann hat ein Programm zusammengestellt, das einerseits zeigt, wie prädestiniert manche Klavierwerke für eine Interpretation auf der Gitarre erscheinen, und das andererseits die besondere Schönheit der Originalstücke für die Gitarre hervorhebt.

So fordern die flinken Akkordzerlegungen und der intime Charakter der Klaviersonate D-Dur von Joseph Haydn zu einer Darstellung auf der Gitarre geradezu auf. Die Klavierstücke der spanischen Nationalkomponisten Isaac Albeniz und Enrique Granados enthalten so viele Eigenheiten der Gitarre, dass sie zu regelrechten Hits des Gitarrenrepertoires wurden. Und nicht zuletzt kommt der Klang der Stücke von Georg Philipp Telemann für Cembalo oder seine kleinere Variante, das Spinett, einer Interpretation auf der Gitarre entgegen.

Dem gegenüber stehen mit den Originalstücken des zweiten Programmteiles Werke, in denen die Komponisten durch ihre genaue Kenntnis des Instruments die Schönheit des Gitarrenklangs zur Geltung bringen. Dies gilt für die Hommage an die Kathedrale in Montevideo von Agustin Barrios ebenso wie für die dynamisch ausgreifenden Etuden des Brasilianers Heitor Villa–Lobos und für eines der bekanntesten Gitarrenstücke überhaupt, die Recuerdos de la Alhambra, in denen der spanische Gitarrist F. Tárrega seine musikalischen „Erinnerungen“ an die Alhambra in Granada festgehalten hat.

Künstlertage 2010 auf dem Hermannshof

Sa., 31.7.2010, 19.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Ein neuer Ort“

Hermannshof , Röse 33, Springe-Völksen

Eintritt frei, Spende erbeten

Der Paderborner Künstler Wilfried Hagebölling entwickelt eine bewegliche Stahlskulptur für den Eingang der abgeschiedenen Schlucht des „wiederentdeckten“ Steinbruchs auf dem Hermannshof.

Von der Steinbruchkante führt ein Treppenweg zum Eingang der Schlucht hinunter. Hier entfaltet die Skulptur ihre volle Wirkung. Vier Stahlplatten stehen exzentrisch auf je einer beweglichen Achse und lassen sich schwenken und drehen. Jede kann, je nach Position, Raum umschließen oder öffnen, Fortbewegung abblocken oder den Weg freigeben, den Blick verengen oder ins Weite lenken.

Am 31. Juli wird die Skulptur enthüllt.

Das Programm der Künstlertage:

Sa., 31.7., 19.00 Uhr, Eröffnung mit Einführung und Büfett
So., 1.8., ab 15.00 Uhr Kaffeetafel Kunst und Begegnung, 17.00 Uhr Konzert

Ausstellung 1.8. – 15.8.,
geöffnet von Mittwoch bis Samstag 17.00 – 21.00 Uhr, Sonntag 15.00 – 21.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Klaus Doldinger: „Old Friends – German Jazz Masters“

Sa., 31.07.2010

Jazzkonzert

20.00 Uhr

Konzertkirche St. Martini, Brelingen

Wedemark

Eintritt: 20,00 €/25,00 €

ermäßigt: 14,00 €

Wenn ein Bandprojekt den Namen “Old Friends” verdient, dann dieses Gipfeltreffen von Klaus Doldinger, Manfred Schoof und Wolfgang Dauner. Jeder von ihnen hat Geschichte geschrieben. Jeder war in seinem Genre eine stilbildende Größe, hat als Bandleader mit eigenen Gruppen brillante Alben produziert oder als Botschafter des deutschen Jazz Konzerte im In- und Ausland gegeben.

Klaus Doldinger ist wahrscheinlich der erfolgreichste deutsche Jazzmusiker. Seine stilistisch vielseitige Entwicklung führte 1971 zur Gründung der legendären Jazzrockformation „Passport“; er komponierte u.a. zahlreiche Filmmusiken (Tatort, Das Boot). Kritiker bezeichnen ihn gern als “schwärzesten weißen” Saxofonisten.

Manfred Schoof gilt als der große Romantiker unter den deutschen Jazztrompetern. Gleichzeitig ist er auch ein wichtiger Wegbereiter des Free Jazz in Deutschland, zunächst u.a. als Mitglied des „Gunter Hampel-Quintetts“, dann mit bahnbrechenden eigenen Formationen.

Der Pianist Wolfgang Dauner war mit seiner Gruppe „Et Cetera“ ein Pionier des elektronischen Avantgarde-Jazz. Er gründete 1975 das „United Jazz & Rock Ensemble“ und war u.a. langjähriger Partner von Eberhard Weber und Albert Mangelsdorff.

Die Rhythmus-Gruppe bilden Schlagzeuger Obi Jenne (u.a. Mitglied von „Ensemble Modern“ und „German Brass“) und Wolfgang Schmid am Bass (Gründungsmitglied von „Passport“).

Das vollständige Programm des „Kultursommers 2010“ kann unter www.hannover.de eingesehen oder heruntergeladen werden.

Pressemitteilung 11.06.2010, Region Hannover

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