Ein paar Radieschen! Jazztheater vom Garten Eden
Pünktlich zur Gartenregion Hannover 2009 startet die Theaterinitiative Bühnensturm gemeinsam mit der Jazzformation Jordu ihr drittes Bühnenprojekt
„Ein paar Radieschen! Jazztheater vom Garten Eden” lautet der Titel ihrer aktuellen Produktion, die von der Suche nach dem Paradies handelt. Der Startschuss fällt am 25. April 2009, um 20 Uhr mit der Stadtpremiere in der Garten.Eden.Kirche in Hannover. Anschließend ist das Stück in 18 weiteren Kirchen und Gärten der Region Hannover zu erleben.
Interessierte Veranstalter können das Jazztheater „Ein paar Radieschen!” noch bis Dezember 2009 buchen.

Die Theaterinitiative Bühnensturm gemeinsam mit ihrer Regisseurin Johanna Kunze bei der Probe für das Jazztheater „Ein paar Radieschen!” (Foto)
Zum Inhalt
Paradies – das ist die Sehnsucht nach dem, was wir verloren haben, nach Frieden, nach Einheit mit der Natur, nach Wohlstand, Glück und Müßiggang. Zumindest letzteres gab es im wirklichen Paradies jedoch nicht. Denn Gott legte nach der Erschaffung der Erde und der Menschen einen Garten an, mit der Anweisung, ihn zu pflegen. Den Menschen wurde also auch gleich die Arbeit mit ans Bein gebunden. Darüber entsteht ein Streit zwischen der leidenschaftlichen Gärtnerin Floriana und ihrem Lebenspartner Ignaz, der Gartenarbeit eindeutig für Frauensache hält. Die beiden sind witzig, ernst, poetisch, liebevoll und ein bisschen böse.
In heiteren und ernsten Dialogen geht es in „Ein paar Radieschen!“ um die Partnerschaft von Mann und Frau in und außerhalb des Garten Eden und um die Frage, was die Vertreibung aus dem Paradies den Menschen an Erkenntnis gebracht hat, – auch in anderen Religionen, wie dem Islam oder dem Judentum. Gebracht hat die Vertreibung vor allem eines: die Sehnsucht nach dem Paradies. Seit Jahrtausenden machen Musiker und Dichter sie zum Thema. Und sie ließ die relativ junge Gartenkultur entstehen: Parks inmitten der Städte, unzählige Schrebergärten am Rande. Auch das ist Thema des Jazztheaters und damit die Frage, ob unsere Erde nicht auch ein Paradies sein könnte, wenn wir uns dieser Möglichkeit bewusst wären…
Jordu: Peter Beyer (Bass), Andreas Hülsemann (Piano), Mathias Reh (Schlagzeug), Klaus Händel (vorn Mitte), Bernd Rüter (Gitarre) (Foto v.l.n.r.)
Aufführungen
- So, 19.04., 16 Uhr (Hotel Restaurant Pinkenburg, Wennigsen);
- Sa, 25.04., 20 Uhr (Garten.Eden.Kirche, Hannover);
- So, 26.04., 16 Uhr (Immanuelkirche Laatzen);
- Fr, 15.05., 19.30 Uhr (Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, Hannover);
- So, 17.05., 17 Uhr (Elisabethkirche, Langenhagen);
- Fr, 29.05., 18 Uhr (Klinikum Wahrendorff, Sehnde Köthenwald);
- Fr, 05.06., 20 Uhr (St. Johannes Kirche, Hannover);
- Sa, 07.06., 20 Uhr (St. Michaelis Kirche, Bissendorf);
- Fr, 19.06., 20 Uhr (Christus-Kirche, Auetal Rolfshagen);
- Fr, 26.6., 19 Uhr (Simon-und-Judas-Kirche, Basse);
- Fr, 07.08., 19 Uhr (St. Jakobi-Kirche, Stolzenau);
- Fr, 14.08., 20 Uhr (Bodelschwinghkirche, Hannover);
- Fr, 21.08., 20 Uhr (Johannes-der-Täufer-Kirche, Hannover);
- Sa, 29.08., 19 Uhr (St. Marienkirche, Hessisch Oldendorf);
- So, 30.08., 16 Uhr (Garten des Hauses, Dollbergen);
- Sa, 07.11., 20 Uhr (Kreuzkirche, Nienburg).
- Weitere Termine folgen.
Theaterinitiative Bühnensturm
Die Theaterinitiative Bühnensturm entstand im Frühjahr 2006 mit dem Ziel, mit Schülern der hannoverschen Berufsbildenden Schule 6, im Rahmen des Unterrichts Theaterprojekte zu initiieren. Im Frühjahr 2007 entwickelte die Theaterinitiative darüber hinaus ein Theaterstück über das Leben des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer und gastierte damit an über 50 Gymnasien und Gemeinden Niedersachsens. Mitglieder der Theaterinitiative sind die Schauspielerin und Fernsehjournalistin Hanna Legatis, die Regisseurin Johanna Kunze und der Berufsschauspieler Martin-G. Kunze.
Jordu
Mit seiner individuell arrangierten Jazzmusik hat sich Jordu insbesondere im kirchlichen Umfeld einen Namen gemacht. Seit mehr als zehn Jahren begleitet das Quintett aus dem Raum Hannover Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen in ganz Deutschland. Neben ihren Jazz und Lyrik-Projekten ist die Band auf mehreren CDs vertreten. Jordu, das sind: Peter Beyer: Bass, Klaus Händel: Saxophon und Querflöte, Andreas Hülsemann: Piano, Mathias Reh: Schlagzeug, Bernd Rüter: Gitarre.
Hanna Legatis und Martin-G. Kunze verwandeln sich in den zwölf Szenen des Jazztheaters „Ein paar Radieschen!“ in mehr als zwanzig verschiedene Personen. Jazz-Hits von Frank Sinatra, Louis Armstrong oder Berry Manilow sowie lyrische Passagen ergänzen die Schauspielszenen und lassen das Jazztheater zu einer besonderen Kunstform werden. Für Johanna Kunze, Regisseurin und Mitbegründerin der Theaterinitiative Bühnensturm ist es bereits die dritte Regiearbeit mit der Jazzband Jordu. Gemeinsam entstanden auf diesem Weg bisher die Jazz&Lyrik-Programme „Beziehungsweisen“ und „Ach du Fröhliche“, die deutschlandweit mehr als 30-mal aufgeführt wurden.
Das Jazztheater „Ein paar Radieschen“ ist ein wichtiger Baustein im Kulturprogramm des Projektes Gartenregion 2009 sowie der „Garten.Eden.Kirche“ des Sprengels Hannover. Neben der Region Hannover wird das Projekt von der Hanns-Lilje-Stiftung, der Klosterkammer Hannover, der Stiftung Kulturregion Hannover und der Initiative Jazz-Rock-Pop in der Kirche eV. gefördert.
[PM Jazztheater, 9. März 2009, Anika Golm]



