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10.01.2009

Aktionsjahr 2009: Die Gartenregion im Februar

Gartenregion Hannover Gartenregion Hannover: Das Aktionsjahr 2009 beginnt mit „Wildwuchs“, „Neulicht“ und dem „Grünen W“
Hannover/Lehrte/Wennigsen – Der Beginn des Aktionsjahrs 2009 der Gartenregion Hannover wird am ersten Februarwochende 2009 mit gleich drei Veranstaltungen gefeiert. Am 5. Februar zeigt das Landesmuseum Hannover die Ausstellung „Wildwuchs“, eine spannende Begegnung zwischen aktueller Kunst und klassischer Malerei. Zwei Tage später eröffnet die Landeshauptstadt Hannover ihre Open-Air-Ausstellung „Neulicht am See“. Sie macht vom 7. Februar bis zum 15. März Lichtkunst rund um den Maschsee erlebbar.
Mit viel Musik und Ausflügen in die Stadtgeschichte eröffnet die Deisterkommune Wennigsen am 8. Februar um 17 Uhr den neuen Stadtrundweg – das „Grüne W“.

Schlag auf Schlag geht es weiter: Über 500 weitere Termine folgen in den nächsten Monaten.

Ausstellung

„Wildwuchs. Interventionen aktueller Kunst“

6. Februar 2. bis 26. April 2009
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Willy-Brandt-Allee 5
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Donnerstag 10 bis 19 Uhr.

Wildwuchs. Interventionen aktueller Kunst

Wildwuchs. Interventionen aktueller Kunst

Zeitgenössische Kunst trifft auf Werke der klassischen Malerei: Diese Idee steht hinter der Ausstellung, die die Landesgalerie im Landesmuseum Hannover vom 5. Februar bis 26. April zeigt. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler begegnen der Sammlung mit unterschiedlichen Strategien und Techniken – von der Malerei über Installationen bis hin zu Videoarbeiten. Auf diese Weise entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen Alt und Neu. Unter den teilnehmenden Künstlern sind Rolf Bier, Stefan Mauck, Timm Ulrichs sowie Julia Schmied. Kurator ist der hannoversche Künstler Malte Mahler.

Führungen: jeden So, 11.30 Uhr, während der Dauer der Ausstellung

Ausstellung

„Neulicht am See – ein nachtaktives internationales Kunstprojekt am Maschsee“

7. Februar – 15. März 2009
Maschsee, Hannover
täglich von 17.00 Uhr bis 1.00 Uhr nachts
Eröffnungsfeier: 07. Februar um 17.00 Uhr, Rathaus mit anschließendem Gang zum Maschsee

Neulicht am See -  ein nachtaktives internationales Kunstprojekt am Maschsee

Neulicht am See - ein nachtaktives internationales Kunstprojekt am Maschsee

Nur nachts zu sehen: akustisch untermalte Lichtblitze aus einem „Baumhaus“, eine kunstkontextualisierende Kanufahrt, eine „umhäkelte“ Parkbank, gartenarchitektonisch platzierte Wohnzimmerlampen, Katzenhäuser, ein Open-air- Tanzboden … . – Das Ausstellungsprojekt Neulicht am See zeigt ab 7. Februar bis 15. März internationale Kunst rund um und quer über den hannoverschen Maschsee als nachtaktive Besonderheit. 22 künstlerische Positionen aus Deutschland, England und der Schweiz präsentieren temporäre Installationen, die bei Einbruch der Dunkelheit über das Medium Licht zur Geltung kommen. Die vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover eingeladenen Künstlerinnen und Künstler sind in verschiedensten Bereichen der bildenden Kunst produktiv.

Alle 200 bis 300 Meter erwartet die Spaziergänger ein neues Kunstwerk. So spannt die Marburger Künstlergruppe „Häkelkreis“ ein engmaschiges Netz um Parkbank und Mülleimer. Mithilfe von Schwarzlicht wird die Textilkunst zum Leuchten gebracht. Videokünstler Björn Melhus präsentiert seine aktuelle Arbeit über dem Boden schwebend – in einem Baumhaus. Passanten sehen nur ein Lichtflackern und hören die Geräusche. Der Schweizer Performance- und Installationskünstler Christoph Rütimann sucht Verbindungen und entwickelt durch die Symmetrie geformter künstlicher Materialien und der natürlichen Formgebung der unmittelbaren Außenwelt ein Geflecht von Zufälligkeit und klarem Formwillen. Im Tag- und Nachtmodus gelingt dem jeweiligen Element eine jeweils einmalige Sichtbarkeit.

Bei Tageslicht bleiben die sichtbaren Konstruktionen inaktive Objekte, bei denen die fehlende funktionale Ebene eine andere Wahrnehmung bedingt. Erst bei Einbruch der Dämmerung werden die Arbeiten „aktiviert“ und pulsieren unregelmäßig vom Abend bis zum Morgen in einem fünfwöchigen Zeitraum zueinander am Seeufer. Die Einzelpositionen unterbrechen den Rhythmus eines kontinuierlichen Spaziergangs –doch ihre in annähernd gleichem Abstand gesetzte Verkettung bestimmt das „Umlaufen des Sees“ mit dem Ziel, am Ende des 6,5 km langen Parcours alle Interventionen gesehen zu haben.

Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung erscheint ein Kurzführer mit Standortbeschreibungen der ab 7. Februar an der Infobox am Nordufer des Maschsees erhältlich ist. Ein ausführlicher Katalog erscheint voraussichtlich am 20. Februar 2009.

Spaziergang

„Das grüne W – Route der Sehenswürdigkeiten“

ab 08. Februar 2009
Wennigsen, Ortsmitte

Wie ein W zieht sich die Route der Sehenswürdigkeiten durch Wennigsen. Für das Gartenregionsjahr 2009 wird dieser Weg zwischen Wennigser Kloster, einem der ältesten Klöster in Niedersachsen, und Heimatmuseum noch einmal speziell ausgewiesen und hervorgehoben – dank einer Lichtinstallation und neuer Bepflanzung entlang des Mühlendammwegs.

Am Sonntag, 8. Februar, wird das „grüne W“ offiziell eröffnet. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Kloster. Dort empfängt die Calenberger Kantorei die Besucher mit Gesang. Zu Fuß geht es zum Spritzenhaus und schließlich zum Heimatmuseum. Der Rückweg führt bis zur Pinkenburg, wo zum Abschluss ein Harfenkonzert zu hören ist.

Fahrtipp: Wennigsen ist mit den S-Bahn-Linien 1 und 2 zu erreichen. Der Bahnhof liegt nördlich des Klosters und ist praktisch Startpunkt der verlängerten W-Route.

Ausstellung

Bernd Ellerbrock „Fotograffiti + Colori di Conti“

13. Februar bis 19. April 2009
Städtische Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag, Sonntag 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Donnerstag 16.00 bis 20.00 Uhr.

Ellerbrock Hall of Fame (Frogs)

Bernd Ellerbrock - Hall of Fame (Frogs)

Bernd Ellerbrock wurde 1955 in Bielefeld geboren. Er lebt in Velber bei Hannover. Nach einem abgebrochenen Studium der Chemie nahm er in Hannover Tätigkeiten als Musiker und Journalist auf. 1983 beginnt sein beruflicher Werdegang im öffentlichen Dienst: Zunächst als Pressesprecher der Grünen Alternativen Bürgerliste Hannover, in der Stadtverwaltung Hannover und in der Niedersächsischen Staatskanzlei. Seit 1997 ist Bernd Ellerbrock im Niedersächsischen Finanzministerium tätig. Als Leiter der Abteilung „Haushalt“ ist er der Kämmerer des Landes Niedersachsen.

2002 beginnt seine professionelle, dokumentarisch angelegte Fotografie, die bisher zu drei veröffentlichten Fotoprojekten führte: Die auf Fortsetzung angelegte Serie „Fotograffiti“ (bundesweit fotografierte Graffiti) sowie die beiden mittlerweile abgeschlossenen Projekte „Colori di Conti“ (Fotografien der Conti-Industriebrache in Hannover-Limmer) und „Kleines Fest im Großen Garten“ (2008 im Buchhandel erschienen).

Vernissage: Freitag, 13. Februar 2009, 19.00 Uhr, Städtische Galerie, Alte Schlosserei;
Begrüßung: Bürgermeisterin Jutta Voß; Einführung: Stefani Schulz im Gespräch mit Bernd Ellerbrock

Lesung

Wladimir Kaminer liest Wladimir Kaminer”: „Mein Leben im Schrebergarten“

Wladimir Kaminer

Wladimir Kaminer

Sonntag, 15. Februar 2009, 17.00 Uhr
Alte Schlosserei Lehrte, Alte Schlosserei 1, 31275 Lehrte

Spießeridylle? Gartenzwergbiotop? Nein, der Schrebergarten ist das letzte wahre Paradies auf Erden. Und der perfekte Ort für vogelwilde Abenteuer. Wladimir Kaminer, Inhaber von Parzelle 118 in der Kleingartenkolonie „Berliner Hütten“, äußert sich hinreißend komisch über Äpfel, Hummeln und Rhabarberkompott, über Vorschriftenwahn und seine interessantesten Bekanntschaften.

Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin. Mittlerweile avancierte das kreative Multitalent zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren in Deutschland. Ende 2008 erschien sein neues Buch „Salve Papa!“.

„Kaminer ist ein großer Stillist, ein Meister seiner Form, einer kleinen Form natürlich, die der Romanform in manchem überlegen ist. Wladimir Kaminer, soviel steht fest, ist ein großer Gewinn für die deutsche Literatur“, schreibt die Süddeutsche Zeitung über den Schriftsteller.

Ausstellung

Rainer Janssen – Calenberger Landschaften

05. Februar bis 27. März 2009
Volksbank Lehrte, August-Bödekerplatz 1, 31275 Lehrte
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08.00 bis 13.00 Uhr sowie Montag, Dienstag und Donnerstag 14.30 bis 18.00 Uhr

Der Künstler Rainer Janssen wurde 1957 in Bremen geboren. Er lebt in Hannover:
„Mein Interesse gilt der Wahrnehmung von Landschaft. Ich zeige keine topografischen Einzelheiten oder konkrete Darstellungen spezifischer Landschaftselemente. Das Bild ist der Raum mit Tiefe, Richtung und Horizont, der eine Landschaft im Kopf des Betrachters entstehen lässt.

Mich interessiert die mögliche Abstraktionsstufe, bis zu der wir noch Landschaft assoziieren. Gleichzeitig möchte ich die Flüchtigkeit unserer Wahrnehmung problematisieren, die durch alltägliche Geschäftigkeit und die Raserei durch Landschaft, nämlich unsere Umgebung, entsteht.

Meine Motive entdecke ich bei Radtouren durch das Calenberger Land. Die dabei entstehenden Digitalfotos dienen mir als Vorlagen im Atelier.

Ich arbeite mit Leinöl und Pigmenten, bei Bedarf auch mit Acrylfarbe, die sich als „erste Schicht“ sehr gut eignet, weil sie schnell trocknet. Ich bin kein Zeichner. Konturen ergeben sich bei mir nur durch die Anlehnung der Farben, so dass die Betrachter Raum für eigene Assoziationen haben.“

„tendenziell kriminell“

Szenische Lesung mit Live-Musik
Verbrecher und Verbrechen aus Hannover – musikalisch aufpoliert

Donnerstag, 12. Februar, 19.00 Uhr, Historisches Museum Hannover, Pferdestr. 6
Freitag, 13. Februar, 19.00 Uhr, Isernhagenhof/KulturKaffee Rautenkranz, Hauptstraße 68, 30916 Isernhagen FB

tendenziell kriminell

tendenziell kriminell

Das Ensemble „tendenziell kriminell“ verbindet Literatur, Musik und kulturgeschichtliche Informationen zu einem ungewöhnlichen Porträt der Region Hannover, indem es die Zuschauer auf kurzweilige und humorvolle Weise mit deren Geschichte und Topografie bekannt macht. Gerade am Straf- und Justizwesen lässt sich viel über die Eigenheiten einer Epoche und den Stand der Zivilisation ablesen. Neben kriminellen Protagonisten wie dem legendären Eilenriede-Räuber Jasper Hanebuth werden Details aus dem Alltagsleben der Bewohner in literarischen Dokumenten und Augenzeugenberichten vorgestellt. Musikalisch begleitet werden die beiden Sprecherinnen vom Trio FeelHarmonica, das bekannte Filmmusiken und Titelsongs aus Kriminalfilmen, Western oder Fernsehserien wie „Derrick“, „Der Kommissar“, „Tatort“ etc. beisteuert.

Die Gartenregion Hannover ist ein gemeinsames Projekt der Region Hannover in Zusammenarbeit mit ihren 21 Städten und Gemeinden. Mitgetragen wird das Projekt von zahlreichen weiteren Akteuren wie Behörden, Hochschulen, Kirchen, Schulen, Unternehmen, Verbänden und Vereinen, aber auch privaten Garten- und Parkbesitzern. Ziel ist es, die Grünqualitäten der Region in ihrer Vielfalt weiter zu entwickeln und erlebbar zu machen: im Jahr 2009 mit einem breit gefächerten Kultur- und Veranstaltungsprogramm.

Weitere Informationen: www.gartenregion.de

Pressemitteilung 10.01.2009, Region Hannover

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